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Das Fach Pädagogik / Pädagogische Psychologie

Pädagogik Bild

Am Rande einer KMK-Sitzung im Jahr 2002 wurden Bildungspolitiker*innen gebeten, den Satz „Ein guter Lehrer ist…“ spontan fortzusetzen. Hier das Ergebnis:

Ein guter Lehrer ist ein Mensch, der

...Menschen mag. [Nachfrage: Das reicht?]… Das ist die wichtigste Voraussetzung. (Schavan/Baden-Württemberg)



Ein guter Lehrer ist ein Mensch, der

...sich Zeit nimmt für Kinder, der die Kinder seine Liebe, seine Ausdauer, seine Zuneigung für sie spüren lässt und der auch für sie ein Vorbild ist. (Reiche/Brandenburg)

Ein guter Lehrer ist ein Mensch, der

...seinen Beruf liebt und sich für die Schüler und deren Förderung engagiert. (Ahnen/Rheinland-Pfalz)

...Freude an seinem Beruf hat und den Schülern diese Freude weitergibt. (Böger/Berlin)

Ein guter Lehrer ist ein Mensch, der

…gut vorbereitet in jede Unterrichtsstunde geht, der gut ausgebildet ist, der sich regelmäßig fortbildet und … ausgeschlafen ist. (Erdsiek-Rave/Schleswig-Holstein)“

Quelle: Helmke, Andreas (2015): Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. Seelze-Velber: Klett | Kallmeyer. S. 107.

Die hier zitierten Äußerungen zeichnen ein Bild von guten Lehrer*innen, das den affektiv-emotional-klimatischen Aspekt in den Vordergrund rückt: Freude am Beruf, Wertschätzung von Schüler*innen, aber auch die Professionalität.

Unsere Erinnerungen an Lehrkräfte sind von Handlungssituationen geprägt, in denen sie den Unterrichtsprozess in Gang setzen, in Fluss halten und zu konkreten Ergebnissen führen. Entscheidend für solche Unterrichtsprozesse sind neben dem methodisch-didaktischen Vorgehen vor allem die Beziehungen, die die Lehrkräfte zu den einzelnen Schüler*innen einer Klasse aufzubauen verstehen. Sind diese von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt, ist die notwendige Grundlage für gemeinsames Lernen gelegt. Ein vertrauensvolles Miteinander unterstützt das konstruktive Arbeiten im Klassenzimmer und beugt Unterrichtsstörungen vor. Das Päd-Team am Seminar Heilbronn betrachtet es als seine zentrale Aufgabe, Referendar*innen bei der Entwicklung einer solchen professionellen Haltung zu unterstützen.

Ausbilder*innen

Oberstudienrat Mathias Eiberger
     Eiberger.Mathias@semgym.hn.schule-bw.de

Oberstudienrätin Tatjana Filsinger
     Filsinger.Tatjana@semgym.hn.schule-bw.de

Oberstudienrat Mathias Grimm
     Grimm.Mathias@semgym.hn.schule-bw.de

Professorin Martina Kraut
     Kraut.Martina@semgym.hn.schule-bw.de

Oberstudienrätin Tina Kübler
     Kuebler.Tina@semgym.hn.schule-bw.de

Das Fach Pädagogik / Pädagogische Psychologie in der Ausbildung

Solide didaktische und methodische Kompetenzen sind eine Grundvoraussetzung, damit eine Lehrkraft die Lernumgebung so gestalten kann, dass es den Schüler*innen möglich ist, sich eine Sache zu erschließen. Darüber hinaus benötigen Lehrer*innen pädagogisch-psychologische Kenntnisse über gängige Theorien des Lernens, der Motivation, Entwicklung und Kommunikation, über inklusive Bildung, Diagnostik und derlei mehr, damit sie mit ihren Schüler*innen ein lernförderliches Arbeitsklima aufbauen können. Während des Hochschulstudiums und Praxissemesters werden bereits wichtige Wissensbestände erworben, die wir im Referendariat wieder aufgreifen und weiter vertiefen. Anhand konkreter Fallbeispiele und mittels vielfältiger Unterrichtsmethoden ermöglichen wir unseren Referendar*innen eine Verknüpfung der erworbenen theoretischen Kenntnisse mit der Schulpraxis.

Die Arbeit am pädagogischen Selbstkonzept und der eigenen Geisteshaltung spielt eine wichtige Rolle im Fach Pädagogik / Pädagogische Psychologie. Wir ermutigen unsere Referendar*innen zur Entwicklung einer Forscherhaltung im Sinne des reflective practitioners (Schön, 1983), damit sie die Auswirkung ihres Handelns auf die Schüler*innen evaluieren und aktiv nach Möglichkeiten zur Verbesserung und Professionalisierung ihres Handelns suchen. 

Ein weiteres Ziel der pädagogischen Ausbildung am Heilbronner Seminar ist die Stimulierung der Reflexions- und Perspektivenübernahmefähigkeit unserer Referendar*innen, damit sie die inneren und äußeren Rahmenbedingungen von Unterricht analysieren, verstehen und in ihr pädagogisches Wirken einbeziehen können. Die heterogene Zusammensetzung der Pädagogikkurse nutzen wir für einen offenen, kollegialen Austausch, um subjektive Theorien, die unterrichtliches Handeln maßgeblich steuern, transparent zu machen und zu reflektieren.

Und nicht zuletzt regen wir unsere Referendar*innen zur professionellen Zusammenarbeit an, weil dies die Qualität ihrer Lehre verbessert, zur Zufriedenheit im Schulalltag beiträgt und die Lehrer*innengesundheit fördert.

Ausbildungsplan des Seminars

Womit wir uns unter anderem beschäftigen

  • Psychologie
  • Aktuelle Viertelstunde
  • Exekutive Funktionen
  • Didaktische Analyse
  • Aufgaben
  • Gewalt und Mobbing
  • Offener Unterricht
  • Guter Unterricht
  • Inklusion
  • Schulexkursionen
  • Classroom-Management
  • Hausaufgaben
  • Eltern
  • Pädagogische Diagnostik
  • Schulentwicklung
  • YouTube
  • Creglingen
  • Heterogenität
  • Online-Unterricht
  • Lernen als Informationsverarbeitung
  • Organisationsentwicklung
  • Gruppenarbeit
  • Individualisierung
  • Entwicklung
 

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