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Bilinguale Zusatzausbildung am Seminar Heilbronn

 

Wer leitet die bilinguale Zusatzausbildung?

 

StD‘ Andrea Bailer

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Gemeinschaftskunde, Geschichte und weitere Fächer
  • Lehrerin am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn
  • Unterrichtet dort Gemeinschaftskunde auf Englisch

OStR‘ Katrin Mai

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Geschichte und Gemeinschaftskunde
  • Lehrerin am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach
  • Unterrichtet dort Geschichte auf Englisch

OStR’ Melanie Schuhmacher

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Biologie und weitere Fächer
  • Lehrerin am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach
  • Unterrichtet dort Biologie auf Englisch

1. Was ist bilingualer Unterricht?

 

Die zunehmende Internationalisierung des Bildungs- und Arbeitsmarktes in einer globalisierten Welt setzt nicht nur die sichere Beherrschung von Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch als zentrale Schlüsselqualifikation voraus, sondern verlangt von zukünftigen Arbeitnehmern auch immer mehr interkulturelle Kompetenzen. Da das Konzept des bilingualen Unterrichts  diesen Anforderungen in hohem Maße Rechnung trägt, bietet eine stetig steigende Anzahl von Gymnasien in Baden-Württemberg bilinguale Bildungsgänge ab Klasse 5 an.

 

Im bilingualen Unterricht werden Sachfächer wie Erdkunde, Geschichte, Biologie oder Gemeinschaftskunde vollständig oder teilweise in einer Fremdsprache gelehrt. Mittels spezifischer Fragestellungen sozialer, ökonomischer, politischer, naturwissenschaftlicher oder kultureller Natur gilt es, die Schülerinnen und Schüler durch echte Sprechanlässe in authentischen Situationen zu einer annähernden Zweisprachigkeit zu führen. Wirkliche Verständigung beinhaltet jedoch weit mehr. Wie das Kultusministerium in seiner Informationsschrift zum bilingualen Unterricht betont, sind hier die Grundprinzipien des multikulturellen Lernens auf besondere Weise berücksichtigt: Kontrastierende Betrachtungsweisen und Perspektivwechsel veranlassen die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion der eigenen Lebenswirklichkeit, ermöglichen Einblicke in andere Denkweisen und Kulturen und fördern damit das Begreifen von Zusammenhängen von kulturübergreifender, globaler oder universaler Bedeutung.

 

2. Wer kann an der bilingualen Zusatzausbildung teilnehmen?

  • Referendarinnen und Referendare mit der Fachkombination Sachfach + Fremdsprache (Englisch, Französisch, Spanisch)
  • Referendarinnen und Referendare, die ein Sachfach unterrichten und sehr gute Fremdsprachenkenntnisse in einem Kolloquium nachweisen können (z.B. Muttersprachler)

3. Umfang und Ablauf der Ausbildung

 

Die Ausbildung umfasst 30 Stunden Fachdidaktik: 6 Nachmittage und einen Hospitationstag an einer bilingualen Schule sowie eigene Unterrichtsversuche mit Betreuung und Beratung.

 

 

Erster Ausbildungsabschnitt

Zweiter Ausbildungsabschnitt

am Seminar

5 halbtägige Seminarveranstaltungen zwischen Februar und Juli

1 halbtägige Seminarveranstaltung im September/Oktober

Hospitation an einer bilingualen Schule

1 ganztägiger Hospitationstag an einer bilingualen Schule mit Gelegenheit zum Austausch

 

an der eigenen Schule

Eigene bilinguale Unterrichtseinheit von mindestens 6 Stunden im Rahmen des begleiteten Ausbildungsunterrichts

 

 

Ein beratender Unterrichtsbesuch während dieser Einheit

zwischen Oktober und Dezember:

Bilinguale Lehrprobeneinheit von mindestens 8 Stunden, ggf. im Rahmen der „Dokumentation eines pädagogische-didaktischen Handlungsfelds“

 

Eine Lehrprobe mit Kolloquium während dieser Einheit

 

 

 

4. Inhalte der Ausbildung

 

Ausgehend von grundlegenden Konzepten und Definitionen (CLIL / EMILE), gilt es in den Fachsitzungen, die besonderen Erfordernisse des bilingualen Unterrichts in der Praxis herauszuarbeiten und diesen anhand ausgewählter didaktischer und methodischer Zugänge gerecht zu werden. Im Mittelpunkt stehen hier unter anderem Themen wie Scaffolding, der Wechsel von Darstellungsformen, Task Based Learning, Interkulturelles Lernen, der Einsatz authentischer Materialien, die Rolle der Muttersprache sowie der angemessene Umgang mit Fehlern und Leistungsmessung. Ausgehend von der Didaktik der jeweiligen Sachfächer werden in Kleingruppen Möglichkeiten erarbeitet, die fachspezifische Diskursfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und fachspezifische Arbeitsweisen zu trainieren. Zahlreiche praktische Zugänge, die gemeinsame Planung von Unterricht, die Auseinandersetzung mit geeigneten Lehrbüchern und Materialien und nicht zuletzt ein Hospitationstag an einer Schule mit bilingualem Zug erleichtern den Einstieg ins bilinguale Unterrichten und motivieren zu eigenen Unterrichtsversuchen.

 

5. Prüfung  

 

Lehrprobe

Im Rahmen einer eigenverantwortlich durchgeführten Unterrichtseinheit von 8 Stunden im zweiten Ausbildungsabschnitt (Oktober - Dezember) findet eine Prüfungslehrprobe statt, die allerdings nicht benotet ist sondern lediglich mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ beurteilt wird.

Kolloquium

Im Anschluss an die Lehrprobe findet ein zwanzigminütiges Kolloquium statt. Auch hier wird keine Note vergeben, die Leistung wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ beurteilt.

Dokumentation oder Übersicht zur eigenverantwortlich durchgeführten Unterrichtseinheit

Im Rahmen der bilingualen Zusatzausbildung muss eine eigenständig unterrichtete Unterrichtseinheit dokumentiert werden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Dokumentation eines pädagogisch-didaktischen Handlungsfeldes erfolgt im Rahmen des bilingualen Unterrichts. In diesem Fall ist die Bili-Lehrprobeneinheit identisch mit der Dokumentations-Einheit.
  • Referendarinnen und Referendare, die keine Bili-Dokumentation verfassen, geben vor Beginn der Lehrprobe Übersicht zu ihrer bilingualen Unterrichtseinheit samt Unterrichtsmaterialien ab (= Übersicht zur eigenverantwortlich durchgeführten Unterrichtseinheit).

 6. Zertifizierung

 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nach bestandener Prüfung ein vom Landeslehrerprüfungsamt gestempeltes Zertifikat. Die Bescheinigung wird erst am Ende des Vorbereitungsdienstes mit dem Zeugnis vergeben.

Ein "B-Vermerk" in der Einstellungsliste kann nur für bilinguale Fächer der bilingualen Profile erfolgen (E + EK / G / GK / Bio / Ch / Ph bzw. F + EK / G / GK).

 

7. Anmeldung

 

Die Anmeldung erfolgt durch Eintrag auf einer vor dem Sekretariat ausliegenden Liste, jedoch spätestens im Rahmen der ersten Fachsitzung. Es steht nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung.



  Archiv: pädagogische Arbeiten über bilingualen Unterricht. 

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